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9:27 | 28.02.2018
Granada Gold Mine: Unterschätzter Gold-Junior?

Auch wenn der Goldpreis in den letzten 12 Monaten deutlich gestiegen ist, bleibt es für die meisten Juniors der Goldbranche weiterhin schwierig, Projekte mit hohen Investitionskosten finanziert zu bekommen. Das Unternehmen, das wir den Lesern von GOLDINVEST.de heute vorstellen, hat einen Weg gefunden, dieses Dilemma zu umgehen.

Es handelt sich um die kanadische Goldgesellschaft Granada Gold Mine (TSX-V GGM, WKN: A2G9M7), die über ein beachtliches Goldprojekt auf dem Gelände der historischen Goldmine Granada verfügt. Und diese liegt im berühmten Abitibi-Grünsteingürtel Kanadas, in dem bereits Hunderte Millionen Unzen Gold gefördert wurden. Das ist auf jeden Fall die richtige Nachbarschaft, wenn man bedenkt, dass unter anderem die Goldminen Rouyn-Noranda (14,6 Mio. Unzen) und Canadian Malartic (11,1 Mio. Unzen, Yamana Gold und Agnico Eagle Mines) nur wenige Kilometer entfernt sind!

Auf der Granada-Mine selbst, wurden im Zeitraum von 1930 bis 1935 knapp 52.000 Unzen Gold produziert, wobei der Gehalt im Durchschnitt bei guten 9,7 Gramm Gold pro Tonne lag. 1935 wurde die Produktion nach einem Brand an der Oberfläche eingestellt, obwohl noch erhebliche Vorkommen in der Tiefe liegen. Der erst im Mai vergangenen Jahres aktualisierten Ressourcenschätzung von Granada Gold Mine zufolge sind es mindestens 1,534 Mio. Unzen Gold in der Kategorie angezeigt und gemessen sowie rund 3,44 Mio. Unzen in der Kategorie geschlussfolgert.

Schon 2012 war eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) erstellt worden, die basierend auf einer älteren Ressourcenschätzung eine Produktion von 100.000 Unzen Gold pro Jahr vorsah. Allerdings hätte es einer Investition von 259 Mio. kanadischen Dollar bedurft, um die Mine zur Produktion zu bringen, was schon damals, aber erst recht heute, für ein Unternehmen der Größe von Granada Gold (Marktkapitalisierung von nicht verwässert gerade einmal 21 Mio. CAD) nicht zu stemmen war.

Stattdessen will man nun eine Art „fliegenden Start“ hinlegen und zunächst einmal über drei Jahre „nur“ 25.000 Unzen Gold pro Jahr aus dem höhergradigen Erz produzieren. Gemäß der für dieses Szenario erstellten Vormachbarkeitsstudie lägen die Investitionskosten hierfür bei lediglich 6,7 Mio. CAD. Die Studie geht zudem von einem durchschnittlichen Goldgehalt von 4,24 Gramm pro Tonne bei der Verarbeitung aus und schätzt die so genannten „all-in sustaining costs“ (AISC) vor Finanzierungskosten auf vergleichsweise niedrige 797 USD pro Unze.

Was die Verarbeitung betrifft befindet sich Granda Gold der Unternehmenspräsentation zufolge bereits Gesprächen mit Mühlen in der Nachbarschaft. Ein mögliches Szenario, über das auch bereits eine vorläufige Vereinbarung abgeschlossen wurde, ist dabei, dass das Erz von Granada zunächst auf einer Mühle verarbeitet wird, die die ebenfalls von Granada Gold-CEO Frank Basa geführte, Canada Cobalt Works (ehemals Castle Silver Resources) errichten soll, bis diese soweit ist, dort ihr eigenes Erz zu verarbeiten.

Es bleibt abzuwarten, wie Granda Gold die Umsetzung der Pläne gelingt, doch wir sehen in diesem Szenario ein erheblich größeres Potenzial für das Unternehmen, als das bei dem Versuch, eine Produktion – und die dafür notwendige Infrastruktur – von 100.000 Unzen Gold pro Jahr zu stemmen der Fall gewesen wäre!

Potenzial bietet zudem auch die Liegenschaft selbst, die sich über viele Quadratkilomeer erstreckt. Unter anderem sind bislang nach Aussage des Unternehmens lediglich 20% der Vererzungszone LONG Bars, die in alle Richtungen und in die Tiefe offen bleibt, überhaupt erkundet. Vor allem in östlicher Richtung besteht dabei Potenzial auf zusätzliche Goldvorkommen. In einer Entfernung von 3,2 km und 5,5 km liegen zum Beispiel Schächte historischer Minen, sodass sich andeutet, dass auf dem Projekt noch erheblich mehr Gold vorhanden sein könnte, als bislang bekannt ist.

Zudem erhalten die Aktionäre des Unternehmens eine Dividende in Form von 2,5 Mio. Aktien sowie 2,5 Mio. Warrants von Canada Cobalt Works (TSX-V CCW), die 2019 anteilsmäßig ausgeschüttet werden sollen. (Die letzte Ausschüttung erfolgte erst kürzlich.) Und die Warrants haben einen Ausübungspreis von 0,10 CAD – für ein Jahr – während CCW zuletzt bei rund 0,40 CAD notierte. Granada Gold erhielt diese Aktien und Warrants als Teil der Zahlung für die Ausgliederung seiner Kobalt- und Silberliegenschaften and CCW.

Wir sehen für Granada Gold Mine angesichts der genannten Faktoren deshalb gleich mehrere Chancen auf eine signifikant positive Entwicklung. Sollte sich der Goldpreis mittel- bis langfristig positiv entwickeln, wovon wir bei GOLDINVEST.de ausgehen, steigt der Wert der mit rund 5 Mio. Unzen beträchtlichen Ressourcen (auch wenn ein großer Teil davon in der Kategorie geschlussfolgert liegt) und damit potenziell auch der Wert des Unternehmens. Auch Explorationserfolge könnten sich positiv niederschlagen und sollte Granada Gold tatsächlich in absehbarer Zeit in Produktion gehen, müsste die Bewertung des Unternehmens unserer Meinung nach ohnehin vollständig neu erfolgen. Als Bonus ist zudem die Dividende in Form von Castle Cobalt Works-Aktien sowie zwei Royalties, die ebenfalls an die Aktionäre gehen sollen, zu betrachten.

Nach der Begleichung von Schulden durch Aktien und einer Aktienzusammenlegung im Verhältnis von 8:1 hat Granada Gold derzeit unverwässert rund 58,8 Mio. Aktien ausstehen, was einer Marktkapitalisierung von lediglich rund 21,17 Mio. CAD entspricht. Angesichts der Ressource von insgesamt 5 Mio. Unzen eine eher geringe Bewertung. Voll verwässert käme man auf 81,58 Mio. Aktien und eine unserer Ansicht nach immer noch nicht zu hohe Bewertung von 29,4 Mio. CAD.

Anleger, die sich für eine Investition in Granada Gold interessieren, seien aber erinnert, dass es sich hier um ein hochspekulatives Unternehmen handelt. Weder ein Anstieg des Goldpreises noch Explorationserfolge oder eine tatsächliche Produktionsaufnahme können garantiert werden. Das ist das Wesen des Minen- / Explorationssektors.

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