TOP-STORIES ROHSTOFFE

14:43 | 02.07.2018
Profitiert vom Boom der Elektroautos und hat drei Buchstaben: HPA

Vor kurzem hat die renommierte Beratungsgesellschaft CRU eine Studie darüber veröffentlicht, welche Rohstoffe am meisten vom Trend zur Elektromobilität profitieren. Den Spitzenplatz nimmt – wenig überraschend – Lithium ein, aber schon Platz zwei belegt ein Material, das wohl die wenigsten erwartet hätten, wenn sie es überhaupt schon kennen: High Purity Alumina, kurz HPA. (Zu deutsch: hochreines Aluminiumoxid.)

CRU kommt zu dem Schluss, dass die Nachfrage nach HPA bis zum Jahr 2025 um 257 Prozent steigen wird! CRUs Senior-Analyst Toby Green bezeichnet HPA „als eine riesige Wachstumsstory, die sich von einem heute noch überschaubaren Markt von rund 1,1 Milliarden USD aus entwickelt.” Dabei ist der Hauptgrund für die steigende Nachfrage die Batteriesicherheit. In Lithium-Ionen-Batterien wird HPA mit 99,99 Prozent Reinheit zur Verstärkung der Trennmembran zwischen Anode und Kathode eingesetzt. Der zweite große Wachstumsmarkt für HPA sind LED Leuchten.

Hochreines HPA kostet derzeit rund 27.000 USD pro Tonne. Der Markt könnte von aktuell 30.000 Tonnen pro Jahr auf 55.000 Tonnen im Jahr 2021 und sogar auf 86.000 Tonnen im Jahr 2024 wachsen. Es lohnt sich ein genauerer Blick. Investoren sollten verstehen, was ausgerechnet HPA für die Lithium-Ionen Batterie so wertvoll macht. Stellen Sie sich dazu für einen Moment vor, sie wären Ingenieur und sie hätten die Aufgabe, ihre alte Batterie besser zu machen. Ihr Problem ist, dass sie einerseits die Leistungsdichte immer weiter erhöhen möchten, aber die Überhitzung und das Durchbrennen der Batterie vermeiden müssen. Anode und Kathode dürfen nie direkt in Kontakt miteinander geraten, nur die kleinen Lithium-Ionen (Lithium ist das drittleichteste Element im Periodensystem!) dürfen durch die Trennmembran hindurchschlüpfen. Andernfalls kommt es zum berüchtigten „Durchgehen“, einer exothermen Reaktion, die erst endet, wenn alles brennbare Material verbraucht ist. Die meisten heute verwendeten Trennmembranen sind aus Polyethylen mit einem Schmelzpunkt bei 135 bis 155 Grad. Aber schon vor dem Schmelzen, wenn die Trennmembran innerhalb einer Batterie heiß wird und schrumpft, kann die Trennung zwischen Plus- und Minuspol löchrig werden und es kommt zum Unglück.

Durch das Aufdampfen von HPA können Trennmembranen Temperaturen von 200 Grad unbeschadet überstehen, gleichzeitig gibt HPA den Membranen physikalisch mehr Stabilität, beeinträchtigt aber nicht die Durchlässigkeit für die Lithiumionen. In der Fachsprache spricht man von CCS (ceramic coated separators). Diese CCS werden erst seit 2008 eingesetzt und erleben seitdem einen Siegeszug. Nicht zuletzt die Sicherheitsanforderungen der Aufsichtsbehörden sorgen für eine rasante Verbreitung dieser Technologie. Auch aus diesem Grund gehen die Berater von CRU davon aus, dass mehrere neue HPA-Projekte erforderlich sein werden, um den steigenden Bedarf zu decken.

Revolution bei der Herstellung von HPA

Stand heute kommt HPA von einer Handvoll großer Aluminiumschmelzen, die aus dem Rohstoff Bauxit mit hohem Energieaufwand zuerst metallisches Aluminium gewinnen, um dieses anschließend durch Hydrolyse zu Aluminiumoxid weiterzuverarbeiten. Dieser aufwändige Prozess erklärt den hohen Preis für das Material, von dem freilich pro Batterie nur winzige Mengen verarbeitet werden.

Not macht bekanntlich erfinderisch. Wo der Bedarf wächst, sind neue Lösungen gefragt. Einige australische Rohstoffunternehmen propagieren einen daher neuen Weg bei der Herstellung von hochreinem Aluminiumoxid. Anstelle von Bauxit wollen sie aluminiumhaltige Tone, genauer Kaolin, als Ausgangsmaterial verwenden. Dabei kommt ein Verfahren zum Einsatz, das zwar schon im vergangenen Jahrhundert von Bayer entwickelt worden ist, mangels Nachfrage nach 99,99prozentigen Material jedoch nie industriell zur Anwendung kam. Das Bestechende an der direkten Extraktion von HPA aus Kaolin sind die Kosten, die etwa bei der Hälfte dessen liegen, was die Gewinnung aus Bauxit kostet. Am weitesten fortgeschritten in dieser Entwicklung ist Altech Chemicals Ltd (ASX: ATC; FRA: A3Y), die bereits eine abgeschlossene Machbarkeitsstudie vorgelegt haben und hoffen, bald ihre Finanzierung abschließen zu können. Aussichtsreich im Rennen liegt auch FYI Resources Ltd. (ASX: FYI; FRA: SDL), die in Kürze eine vorläufige Machbarkeitsstudie vorlegen wollen.

Wir empfehlen, die Entwicklung beider Unternehmen zu verfolgen. Goldinvest.de wird insbesondere die Entwicklung von FYI begleiten, die aus unserer Sicht eine hervorragende Ausgangsposition besitzen. Mehr Informationen zu FYI finden Sie unter: https://goldinvest.de/unternehmensprofile/fyi-resources-ltd

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